Die Zeit drängt. Der Kunde wartet. Das Produkt muss termingerecht abgeliefert werden. Gründe, keine Pausen zu machen, gibt es unzählige. Und doch geht kein Weg an ihnen vorbei. Denn kurze Erholungsphasen bei der Arbeit vermeiden Fehler und steigern die Effektivität.
Auch wenn sich der eine oder die andere bei der Arbeit zwischendurch wie ein Rädchen im Geschäftsgetriebe fühlen mag: Menschen sind keine Maschinen. Unentwegt eine konstante Leistung zu bringen, ist was für Roboter. Uns ist das nicht gegeben. Leistungsfähig sind wir nur dann, wenn zwischendurch Zeit für Regeneration bleibt.
Das Gute dabei: Es reichen kurze Pausen. Wichtig ist die Regelmässigkeit, idealerweise fünf Minuten nach jeder Stunde. Denn wer rechtzeitig kleine Pausen einlegt, ermüdet erst gar nicht, sondern steigert seine Leistungsfähigkeit.
Ebenso essenziell für eine Erholung ist die Veränderung: Wer ständig am Bildschirm sitzt, sollte seine Pause nicht am Handy verbringen. Besser ist es, sich zu bewegen und ein Schwätzchen mit Kollegen zu halten. Wer körperlich arbeitet, kann sich hinsetzen und das Smartphone zücken. Und wer bei der Arbeit viel reden muss, sucht sich für die kleine Auszeit am besten einen ruhigen Ort zum Abschalten.
Aktive Pausen
Wer immer am Bildschirm sitzt, tut gut daran, zwischendurch aufzustehen und sich in der Pause zu bewegen. Ein kurzer Spaziergang um den Block oder Dehnungsübungen eignen sich sehr gut, Stress abzubauen und Rückenschmerzen oder Verspannungen vorzubeugen.
So gelingt eine entspannte Mittagspause
Das Wichtigste zuerst: Die Mittagspause findet nicht am Arbeitsplatz statt. Spaziergänge, Kantine, Mittagstisch, eine Runde joggen – alles ist besser, als vor dem Bildschirm ein Sandwich runterzuschlingen. Hilfreich ist zusätzlich, wenn man im Kalender eine fixe Zeit für die Mittagspause blockiert, sich mit Kolleginnen und Kollegen verabredet und während dem Essen nicht über die Arbeit spricht.
Gesundes Powernap
Auch wenn Ruhe- und Entspannungsräume in Unternehmen heute noch selten sind: Die Wirkung eines kurzen Mittagsschlafs ist wissenschaftlich nachgewiesen. Wer regelmässig 15 Minuten „abtaucht“, lebt gesünder und ist leistungsfähiger. Glücklich, wer zwischendurch im Homeoffice arbeiten kann: Dort steht dem Powernapping nichts im Weg. Doch das geht auch im Büro. Denn um eine kurze, völlige Entspannung zu erreichen, genügt es, die Augen einige Minuten zu schliessen, den Kopf anzulehnen und die Beine hochzulagern. Damit es kein ungemütliches Erwachen gibt: Besprechen Sie solche Pausen besser zuvor mit dem/der Vorgesetzten.
Wer mehr wissen will über den Wert der Pause: Die Universität Bern hat im Auftrag des Bundesamtes für Justiz ein Gutachten zu den „Auswirkungen von Freizeit auf Gesundheit und Produktivität“ erstellt.
Ebenfalls interessant ist der Artikel des Psychologischen Instituts der Universität Zürich: „Kurze Pause, grosser Effekt: Wie wir unser Gedächtnis verbessern können“ von Dr. Miriam Depping.
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