Vor ziemlich genau 12 Wochen lautete die grosse Frage: Wie kriegt man ein 25-köpfiges Team ohne die entsprechende Infrastruktur ins Homeoffice? Nun stellt sich die Frage: Wie kehrt ebendieses Team wieder zurück ins Kaufleuten? Geschäftsführerin Amalia Zurkirchen, IT-Verantwortliche Andrea Schaufelberger und Rolf Seidel vom technischen Dienst erklären unseren «Comeback-Plan».
Wenn aus uns «Fulltime-Homeofficlern» ab nächster Woche «Bürorückkehrer» werden, läuft dieses «back to the office» nach einem vom Krisenstab festgelegten Fahrplan ab. «Wir haben uns strikt an den Vorgaben des Bundes orientiert», hält Amalia Zurkirchen, Geschäftsführerin des Kaufmännischen Verbands Zürich, fest. Wobei der Lockdown wegen der klareren Situation aus ihrer Sicht einfacher zu bewerkstelligen gewesen sei. «Die laufenden Lockerungen bieten ein gewisses Unsicherheitspotenzial. Hinzu kommt, dass wir die Homeoffice-Erfahrungen unbedingt bereits in die Rückkehrplanung integrieren wollen». Vorderhand bedeutet dies: Jene, die bereits vollständig für «remote work» ausgerüstet sind und kein Einzelbüro haben, arbeiten gemäss einem im Team erstellten Einsatzplan weiterhin im Homeoffice und einzelne Tage im Büro. Ab Montag, 8. Juni 2020 sind wir zu den gewohnten Öffnungszeiten auch physisch im Kaufleuten wieder für Sie da. Apropos Kaufleuten: Wie sieht es denn eigentlich dort aus?
Schauplatz Kaufleuten
«In den letzten Wochen hat sich hier doch einiges verändert», stellt Haustechniker Rolf Seidel fest, während er seinen Rundgang durch die Flure und Räume des Kaufleutens macht. Statt Konzert- und Veranstaltungsplakaten, zieren nun Bodenmarkierungen und COVID-19-Hinweisschilder die Gänge und Wände des altehrwürdigen Gebäudes am Pelikanplatz. Plexiglasscheiben am Empfang und in den Beratungsräumen, Dispenser für Desinfektionsmittel an den Eingängen und in den Korridoren stehen Tische mit Desinfektionstüchern, Handschuhen und Masken bereit. Die Seminarräume sind gemäss den Abstandsvorschriften eingerichtet, die Cafeteria COVID-konform ausgestattet und zweimal täglich wird gereinigt und desinfiziert. «Nur die Arbeitsplätze sehen teilweise noch aus, wie nach dem Auszug aus Ägypten», meint Rolf Seidel lachend. Im Laufe der Woche werden die Mitarbeitenden ihre Office-Ausrüstung zurückbringen, damit am Montag wieder alles für den Bürobetrieb bereit ist. Die nächste Herausforderung für den technischen Dienst.
#homeofficechömmer
Mit Herausforderungen kennt sich auch Andrea Schaufelberger aus. Als IT-Verantwortliche hat sie dafür gesorgt, dass wir in den letzten Wochen den reibungslosen Betrieb der Geschäftsstelle aus dem Homeoffice sicherstellen konnten. «Die Homeoffice-Zeit war für uns als Organisation digitalisierungstechnisch ein Glücksfall», ist sie überzeugt. «Aber nicht nur aus technischer Sicht, sondern auch als Team haben wir ein riesiges Learning hingelegt». Diesen Schwung gilt es nun mitzunehmen. «Um den Anforderungen hybrider Arbeitsformen sowie dem Gesundheitsschutz Rechnung zu tragen, wird unsere IT-Infrastruktur step by step ausgebaut», ergänzt sie und konkretisiert: «Das heisst: Notebooks und Dockingstations für alle sowie wo nötig zusätzliche Bildschirme, Tastaturen etc. für zuhause. «Auf diese Weise motivieren wir die Mitarbeitenden, von der Möglichkeit der zeit- und ortsunabhängigen Arbeit vermehrt Gebrauch zu machen. Denn: Alle haben nun gemerkt, dass mit dem richtigen Equipment und einer positiven Einstellung, (fast) jeder zum Homeoffice-Profi werden kann.» 🙂
Alle Zeichen auf «remote»
Auch für Geschäftsführerin Amalia Zurkirchen ist klar: «Die gemachten Erfahrungen, sowohl auf beruflicher, als auch auf persönlicher Ebene wollen wir bei der Rückkehr ins Kaufleuten unbedingt mitnehmen.» Das Team habe den Krisenmodus als Experimentierfeld genutzt. «Wir haben uns alle besser kennengelernt und Vertrauen aufgebaut – eine wunderbare Grundlage, um unsere Arbeitsform weiterzuentwickeln. Für uns ist klar, wir werden zukünftig mit einer hybriden Arbeitsform unterwegs sein. Jeder Arbeitsplatz ist willkommen und wir vertrauen darauf, dass wir alle professionell und verantwortungsbewusst mit dieser Freiheit umgehen. Was das genau heisst, werden wir nun als Team entwickeln dürfen.»
Welcome and welcome back
Während die einen zukünftig ihr Arbeitsleben wohl eher in einem Mix zwischen Büro, Homeoffice und weiteren flexiblen Arbeitsformen verbringen, ist Rolf Seidel froh, wenn endlich wieder etwas Leben ins Haus kommt: «Es war doch ganz schön einsam in den letzten drei Monaten.» Und tatsächlich muss es sich für ihn und unsere anderen Neuzugänge sehr speziell anfühlen – hatten sie doch kaum Gelegenheit, richtig im Kaufleuten und im Team anzukommen. Umso mehr freuen wir uns wieder auf die «4D-Begegnungen» – ist es für das gesamte Team doch irgendwie ein neuer Start.
PS: Worauf wir uns bei der Rückkehr ins Büro sonst noch so freuen, zeigt das Titelbild dieses Beitrags.
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