Laut Studien führt Arbeiten in einem Umfeld, in dem man sich wohl, entspannt und fokussiert fühlt, zu besseren Ergebnissen, höherer Produktivität, grösserer Arbeitszufriedenheit und weniger Stress. Während für die einen die Büroumgebung das beste Arbeitsumfeld bietet, ist es für andere das Zuhause, der Zug, oder eben — das Café.

Meine Name ist Maria Hagedorn und ich arbeite als Leiterin Marketing & Kommunikation beim Kaufmännischen Verband Zürich. Ich bin es aufgrund meiner früheren Tätigkeit in der Medienbranche gewohnt, mal von hier und mal von da zu arbeiten und habe dabei für mich in Erfahrung gebracht, welche Umgebung für welche meiner Aufgaben gut passt und mich zur Höchstleistung bringt. Besonders gut arbeite ich in meinem Lieblingscafé, dem Café des Amis in Zürich-Wipkingen. Hier arbeite ich heute Vormittag.

Wenn das Lieblingscafé zum Arbeitsort wird

Das Café des Amis liegt einen 15-Minuten-Spaziergang von meiner Wohnung entfernt. Nur schon diese viertel Stunde Bewegung am frühen Morgen tut mir unglaublich gut und lässt mich entspannt und happy in den Tag starten. Im Café angekommen setze ich mich an meinen Lieblingstisch draussen, der mir einen guten Blick auf den Cafégarten und die anderen Gäste bietet. Da sind Handwerker zum zNüni, Freundinnen zum Kafi-Schwatz, Menschen zum Zeitunglesen und andere Remote Worker wie ich. Ich bestelle mir einen Tee und den Brunchteller mit Spiegelei (Ja, heute hab ich richtig Kohldampf 🙂 ) und starte mein Notebook auf.

Was funktioniert – und was eher nicht?

Ich widme mich meiner Mailbox, die sich in den vergangenen Tagen gut gefüllt hat. Im Café lassen sich Mails meiner Meinung nach wunderbar lesen, beantworten und gewissermassen abarbeiten. Auch das Durchblättern von Newslettern und Medienspiegeln, von denen mich täglich mehrere erreichen, spare ich mir für solche Café-Remote-Tage auf. Solche Dinge lassen sich besonders gut mit einem Kaffee/Tee und einem Gipfeli erledigen. Und schwupp ist die Mailbox nur noch halb so gross.

Bisher klingelt mein Telefon nicht. Zum guten Glück. Denn dafür eignet sich das Café als Arbeitsumfeld weniger gut. Ein kurzes Telefonat liegt drin, längere Calls erledige ich gerne im Office oder im Homeoffice. Denn mithören sollen andere Gäste lieber nicht (müssen).

Im Café lassen sich neben der Bearbeitung der Mailbox auch gut kleine und grosse Dokumente und Präsentationen studieren sowie Texte schreiben und redigieren. Ich bekomme regelmässig Inhalte, die ich prüfen, adaptieren und/oder freigeben soll. Insbesondere für Schreibarbeiten ziehe ich mich regelmässig gerne ins Café zurück. Denn für genau diese Art von Arbeit, kann ich mich im Café besonders gut konzentrieren. Da purzeln die passenden Worte und Sätze nur so aus mir raus.

Nach rund zweieinhalb Stunden Remote Work im Café des Amis und zwei weiteren Tees ist der Akku meines Notebooks um zwei Drittel leichter. Ein guter Zeitpunkt, um zu bezahlen, nach Hause zu spazieren und da weiter zu arbeiten.

Tipps damit Remote Work (im Café) gelingt:

In dem Sinne: Happy Remote Work!